Seit über 20 Jahren steht das „Top 100“-Siegel für Innovationskraft, Wissensdurst und Teamgeist.

Am 27. Juni erhalten die erfolgreichsten Ideenschmieden Deutschlands erneut die begehrte Auszeichnung. „Top 100“-Mentor Ranga Yogeshwar wird die Unternehmen im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits in Essen ehren. Zu der Veranstaltung erwartet der „Top 100“-Initiator compamedia mehr als 1.000 Gäste. Die Galaxy Energy GmbH aus Berghülen gehört zu den Top-Innovatoren.

Georg Schöll und Ranga Yogeshwar

Das „Top 100“-Unternehmen Galaxy Energy sorgt für ein gutes Klima. Und das im doppelten Sinn. Zum einen entwickelt es hocheffektive Fotovoltaikmodule zur nachhaltigen Nutzung der Sonnenernergie. Zum anderen herrscht auch unter den Mitarbeitern des international agierenden Familienunternehmens aus Berghülen ein gutes Klima. Denn der Geschäftsführer Georg Schöll weiß: „Der Erfolg am Markt hängt auch am Innovationsklima“. Und darum legt er besonderen Wert darauf, dass seine Mitarbeiter auf die technischen Anforderungen in der Solarbranche gut vorbereitet sind. So investiert Galaxy Energy überdurchschnittlich viel Zeit in die Fortbildung seiner Beschäftigten. In der Folge wirken die Mitarbeiter aktiv an der Verbesserung von Produkten und Prozessen mit. Beispielsweise indem sie Vorschläge und neue Ideen im Bereich Gebäude- und Energietechnik einbringen, von denen etwa die Hälfte umgesetzt wird. Den Einreichern winkt im Erfolgsfall eine Prämie.

Die Bedingungen in der Solarenergiebranche sind rauer geworden, seit die Bundesregierung die Fördergelder für die Installation von Solaranlagen reduziert hat. Innovative Ideen können damit entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens werden. Galaxy Energy ist dies mit seinem patentierten „Indachsystem“ gelungen. Dabei handelt es sich um ein transparentes, regendichtes Solardach, das keine Dämmung benötigt und obendrein noch Energie produziert. Flughäfen und Fabrikhallen sind mit diesem Dach ausgestattet und werden damit zu autarken Energieinseln. Mit der unter dem Dach gesammelten und dann gespeicherten Energie kann das Gebäude im Winter erwärmt und im Sommer gekühlt werden.

Für Geschäftsführer Georg Schöll ist der Erfolg bei „Top 100“ etwas ganz Besonderes: „Die Auszeichnung mit dem ‚Top 100’-Siegel sehen wir als Lohn für unsere gemeinsamen Anstrengungen im Unternehmen. Aber innovativ zu sein, heißt auch, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Deshalb feiern wir heute – und tüfteln morgen wieder an neuen Ideen.“

Dem Sprung in die „Top 100“ geht ein anspruchsvolles Auswahlverfahren voraus. Der Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke und sein Team vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien haben die Bewerbungen von 247 Unternehmen geprüft. 148 von ihnen erhalten in drei Größenklassen (maximal 100 Unternehmen pro Größenklasse) die Auszeichnung als Top-Innovator. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen das Innovationsmanagement und der Innovationserfolg.

„Den ‚Top 100’ gelingt es in herausragender Weise, ihre Ideen in Markterfolge zu verwandeln. Das ist die Hürde, an der viele andere Unternehmen scheitern. Die Top-Innovatoren meistern diese Herausforderung mit einem ausgeprägten Teamgeist, effizienten Prozessen und häufig auch mit der frühzeitigen Einbindung von Kunden und externen Partnern in die Entwicklung“, sagt Prof. Franke.

Wie gut die diesjährigen „Top 100“ sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: 65 nationale Marktführer und sogar 21 Weltmarktführer sind dabei. Zusammen meldeten die Top-Innovatoren in den vergangenen drei Jahren knapp 2.100 nationale und internationale Patente an. Die Innovationskraft beschert den Unternehmen einen bemerkenswerten Erfolg: 82 Prozent von ihnen wuchsen von 2011 bis 2013 über ihrem jeweiligen Branchendurchschnitt – und zwar im Durchschnitt um beachtliche 22 Prozentpunkte. 41,6 Prozent ihres Umsatzes erwirtschafteten sie mit Marktneuheiten und innovativen Verbesserungen. Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland liegt dieser Wert bei nur 6,8 Prozent. 62 Prozent der „Top 100“ sind Familienunternehmen.

Publikum bei den Top 100